Checkliste: 9 Schritte zu einem ordentlichen und entspannten Leben

Im heutigen Blogbeitrag geht es darum, wie dein Raum dein Leben beeinflusst. 

 

Du liebst das kreative Chaos?

Du hast eine schöne Fassade aber dahinter schauen darf man nicht?

Du fühlst dich manchmal überfordert und erdrückt? 

 

Dann kann dir dieser Beitrag ein paar Antworten liefern.

Am Ende findest du eine Checkliste zum Download um deine Räume genau unter die Lupe zu nehmen.

 

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Die Basis für diesen Blogbeitrag bildet die Yogaphilosophie: Wir befinden uns im Bereich der Niyama - also unser Umgang mit uns selbst. Wenn du jetzt nicht weißt wovon ich spreche - hier hast du eine Infografik und einen Blogbeitrag zur Erklärung

 

Die erste Stufe der Niyama ist Shauca – welches für Reinheit steht. Hier geht es darum, alte Hüllen abzustreifen und dadurch freier und unabhängiger zu werden. Gleichzeitig wirst du sensibler dafür, was du dir selbst täglich zuführst– auf körperlicher und geistiger Ebene.

 

In diesem Sinne kann man Reinigung  auf 3 Ebenen betrachten: Raum, Körper und Geist.

Wir wollen uns heute die erste Ebene genauer anschauen: 

Reinheit & Raum

Ich weiß nicht wie es dir geht, aber mein äußeres Umfeld spiegelt immer mein Inneres wieder. Wenn ich also wie z.B. zur Zeit viele Projekte, Gedanken, Aufträge und Ideen habe, dann siehst du das an meinem Arbeitsplatz. Da türmen sich Zetteln, Bücher, Notizen, Zeitungsausschnitte, Magazine, Stifte und vieles mehr. Manchmal habe ich das Gefühl, es überrollt und erdrückt mich – genauso wie die Tatsache, dass ich mir vielleicht gerade ein bisschen zu viel aufgeladen habe (das passiert dem besten Yogi). Kritisch wird es, wenn das Chaos in mein restliches Leben überschwappt, z.B. mein Kleiderschrank explodiert und ich die Tür zum Abstellraum nicht mehr schließen kann.

 

Kommt dir das ein bisschen bekannt vor? Dieser Überfluss muss nicht unbedingt arbeitsbedingt sein. Manchmal überladen wir unser Leben auch mit eigentlich schönen Dingen: wir machen uns viele Treffen mit Freunden aus, sind ständig unterwegs, gehen zum Sport und die Hausarbeit bleibt liegen. Weil, ganz ehrlich dafür bleibt ja nun wirklich keine Zeit.

 

Aber fühlst du dich damit wohl? Kommst du gerne nach Hause? Oder läufst du vor etwas davon?

Besitz kann erdrücken

Es muss nicht immer Unordentlichkeit sein, die belastet. Manchmal ist es auch einfach die Anzahl an Dingen, die uns die Luft zum Atmen nimmt. Viele Dinge zu besitzen bedeutet für manche Menschen ein Gefühl der Sicherheit – wenn auch leider ein Trügerisches. Denn viele Dinge zu haben, heißt auch viele Dinge achten zu müssen: sie sauber und in Ordnung zu halten und sie zu beschützen.

 

Die Zen Philosophie geht davon aus, dass ein schlichtes Wohnumfeld hilft, den Geist klar zu halten. Indem wir nicht zu viele Möbel oder Bilder haben, kann sich der Geist besser auf das Wesentliche konzentrieren.

 

Das kennst du vielleicht von dir selbst: Wo gefällt es dir besser: in einem Kaufhaus in dem die Regale überfüllt sind und alles zugestellt ist? Oder in einem Geschäft in dem weniger Dinge gut sichtbar platziert sind?

Wenn wir zu viele Dinge haben, können wir die Schönheit der einzelnen oft gar nicht mehr wahrnehmen.

Die Lösung: nichts haben und ständig putzen?

Jeder Moment den du mit Ärger über die Wollmäuse unter dem Sofa verschwendest, ist ein verlorener Moment – einmal weggeräumt, und du musst dich nicht mehr darüber ärgern.

 

Das heißt jetzt aber nicht, dass du nichts in der Wohnung haben darfst oder ständig putzen und staubsaugen musst – das kann zu einem obsessiven Verdrängungsmechanismus werden. Aber denke daran: dein Gesicht und deinen Körper reinigst du auch täglich – selbst wenn es niemand sehen würde. Warum also nicht auch die Wohnung?

Sauberkeit zeigt wieviel du dir selbst wert bist. Bist du es dir wert in einer sauberen, geordneten Umgebung zu leben? Vielleicht denkst du jetzt "Aber ich brauche das kreative Chaos" – das ist völlig ok – aber stimmt das wirklich?

Achtsamkeitsübung

Es gibt eine schöne Achtsamkeitsübung, die lautet:

„Verlasse einen Raum so als hättest du ihn nie betreten – bzw. besser als du ihn vorgefunden hast“.

 

Das bedeutet: abends noch das Weinglas abwaschen, die Decke auf der Couch zusammenfalten und Müll im Mistkübel entsorgen. Du wirst dich am nächsten Morgen sehr  freuen den Raum zu betreten. Wenn wir abends alles wegräumen, entlastet dies unseren Geist für den Schlaf. Wir müssen nicht mehr dran denken, es morgen zu tun und wir haben den Tag dadurch abgeschlossen. Das gleiche gilt für das Bettenmachen am Morgen: die Nacht ist dadurch abgeschlossen und der Tag kann beginnen. Bonus: wir haben dadurch bereits die erste Aufgabe des Tages erledigt. Laut Motivationsforschern der erste Schritt zur Disziplin.

 

Shauca im Raum bezieht sich also auf drei Dinge:

  1. Sauberkeit: Sich selbst wertschätzen. Um die Sauberkeit kann sich übrigens auch eine Putzhilfe kümmern, wenn du es gar nicht gerne machst oder die Zeit dafür nicht aufbringen möchtest - das ist große Wertschätzung für dich selbst.
  2. Reinheit:  Dies bezieht sich auf die Energien in der Wohnung. Vielleicht gibt es in deiner Wohnung Erinnerungsstücke oder Dekoration die gar nicht mehr zu deinem Leben passen, von einer verflossenen Liebe oder einem lang vergangenen Lebensabschnitt. Vielleicht wird es Zeit sich von diesen Energien zu verabschieden. Loslassen – Platz schaffen.
  3. Ordnung: Hier geht es um Struktur. Dadurch findest du Dinge leichter und verschwendest weniger Zeit mit Suchen.

 

Reinheit kann auf vielen Ebenen Ärger ersparen:

  • Ärger über dich selbst, weil du unordentlich bist.
  • Ärger über die Dinge, weil sie nie da sind wo du sie gerade brauchst.
  • Ärger über deine Mitbewohner, die immer alles liegen lassen.

Erste Schritte zu Ordnung & einem entspannten Leben

Gehe durch deine Wohnung und betrachte sie, jedoch ohne zu werten. Frage dich:

  1. Wirkung: Wie sehen meine Räume aus? Wie würden sie auf einen Fremden wirken? Wenn mich diese Person nicht kennen würde, wie würde sie mich anhand meiner Räume beschreiben? Bin ich so? Will ich so sein?
  2. Ambiente: Betrachte nun deine Räume  mit eigenen Augen: Sind deine Räume überladen oder eher spartanisch? Sind sie gemütlich oder fühlen sie sich wie ein Museum an. Entsprechen sie dir und deinem Stil? Welche Farben hast du in deinen Räumen?
  3. Sauberkeit & Ordnung: Ist es sauber und geordnet? Überall? Oder nur dort wo es andere sehen können? Wie sieht es unter deinem Bett, in deinem Abstellraum und im Keller aus? Hast du vielleicht eine schöne Fassade und stapelst dahinter Dinge?

 

Ich muss zugeben, ich habe Orte, die sind Chaos pur. Es sind Orte, die ich nicht ansehen muss wenn ich nicht will, wie zum Beispiel meine

Abstellkammer. Von Zeit zu Zeit kremple ich die Ärmel hoch und ordne sie. Dann habe ich nachher eine unglaubliche Freude, wenn es wieder klar und strukturiert ist. Es sind Orte wo ich Dinge hingebe, die ich eigentlich nicht brauche aber zum Wegschmeißen sind sie zu schade. Oder ich weiß nicht wer sie vielleicht brauchen könnte.

 

Hast du auch solche Orte und Dinge?

 

Ich habe erkannt, dass sich das oft mit anderen Bereichen in meinem Leben deckt. Dass ich in anderen Bereichen noch nicht bereit bin loszulassen und Platz zu machen um Neues hereinzulassen. Ein typischer Bereich dafür ist mein Kleiderschrank. Ich habe noch einige Kleidungsstücke denen ich körperlich und auch persönlich entwachsen bin. Ich trage keine Miniröcke mehr wie mit 20 und ehrlich gesagt  kaum mehr High Heels. Und trotzdem kann ich sie nicht wegschmeißen. Sie repräsentieren eine Seite an mir, die ich offensichtlich noch nicht loslassen kann.

 

Hast du auch so eine Seite an dir? Was repräsentiert diese Seite in deiner Wohnung, in deinem Kleiderschrank?

Relikte vergangener Zeiten

Oft sehen wir Dinge auch gar nicht mehr, die wir in unserer Wohnung haben. Ich erinnere mich als ich bei meinem damaligen Freund das erste Mal in der Wohnung war. Ich hatte Schmetterlinge im Bauch und war unglaublich neugierig. Und dann sah ich plötzlich ein Foto von ihm mit einer anderen Frau  in liebevoller Umarmung. Da sind gleich einmal ein paar Schmetterlinge abgestürzt….  Auf meine Frage ob das seine Schwester ist (…und ja ich wusste er hatte keine) meinte er: „Ach das ist meine Ex-Freundin – das Foto sehe ich gar nicht mehr“. Beim nächsten Besuch war das Foto weg und die Liebe konnte weitergehen.

 

Was ich damit sagen möchte: Wir haben oft noch Dinge aus vergangenen Beziehungen, die wir gar nicht mehr wirklich wahrnehmen,

Bilder, Geschenke, Erinnerungen. Die uns aber trotzdem in irgendeiner Form an die Vergangenheit binden und den Platz verstellen für neue Möglichkeiten. Schau einmal ob es in deiner Wohnung auch so etwas gibt. Das muss jetzt auch gar nicht unbedingt aus einer Liebesbeziehung sein. Vielleicht aus einer Lebensphase die abgeschlossen ist und die du loslassen solltest.

 

Ich arbeite z.B. seit meiner Selbständigkeit zum Teil im Homeoffice zum Teil im Shared Office. Mein Homeoffice hatte bisher lange das Aussehen eines Hobby Kellers. Kein vernünftiger Drucker, keine Ordner, ein kleiner Tisch – irgendwie Chaos und kein angenehmer Ort zum Arbeiten. Das habe ich heuer geändert, weil ich mir gedacht habe: es wird Zeit. Das Geschäft wächst und ich sollte mich schön langsam auch als Unternehmer sehen und auch nach außen zeigen. Nun habe ich ein umgestaltetes Büro zu Hause, das ich liebe! Alles perfekt farblich geordnet, passende Regale und ein großer Tisch um alle meine Ideen umsetzen zu können.

Wo soll ich anfangen?

Vielleicht denkst du dir jetzt nach dem Gang durch deine Wohnung „Oh mein Gott, das ist so viel – wo soll ich anfangen?"

 

Nun, mach einmal eine Liste von allem was dich stört. Das können Kleinigkeiten sein – wie schmutzige Fenster (Fensterputzen steht ganz unten auf der Liste meiner Lieblingsbeschäftigungen), unordentliches Bad, überfüllter Kleiderschrank, ...

Vielleicht ist es einfach nur der fehlende Knopf an deinem Herbstmantel, der dich stört (ja das steht auf meiner Liste).

Vielleicht sind es aber auch große Sachen: Neue Wandfarbe, neues Sofa, neue Wohnung.

 

Schreib alles auf. Manche Dinge kannst du noch nicht gleich ändern – aber es werden sich plötzlich Wege und Möglichkeiten zeigen, die zu einer Änderung führen werden. Energie folgt der Aufmerksamkeit. Wenn deine Aufmerksamkeit zielgerichtet auf deine Wünsche ausgerichtet ist, werden Gelegenheiten kommen und du wirst sie auch sehen und wenn es passt annehmen.

 

Beginne heute mit den ersten Schritten zu einem ordentlichen und entspannten Leben! Streife alte Hüllen ab und erfinde dich neu, wenn du möchtest.

 

Zur leichteren Umsetzung habe ich hier eine Checkliste für dich. Geh damit durch die Wohnung, finde Veränderungspotentiale und hake sie Punkt für Punkt ab.

 

Ich wünsch dir viel Spaß beim Verändern und würde mich über Rückmeldungen von dir freuen: per email an a.ployer@yogicmind.at, als Kommentar hier unter dem Beitrag oder auf meiner Facebook Seite.

 

Alles Liebe & Namasté

Angelika

Karma Queen in spe!

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