Achtsamkeitsübung: Körperhaltung bewusst wahrnehmen

Leidest du im Winter verstärkt unter Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich?

Schmerzt eine Körperseite manchmal mehr als die andere?

 

Gerade wenn es sehr kalt ist, neigen wir verstärkt zu Verspannungen, weil wir häufig die Schultern hoch zu den Ohren ziehen um uns gegen den eisigen Wind zu wappnen.

 

Die heutige Achtsamkeitsübung hilft dir, Fehlhaltungen zu erkennen, zu korrigieren und dadurch Verspannungen vorzubeugen.

 

Die Achtsamkeitsübung der Woche soll dir helfen, dir deiner Körperhaltung wieder mehr bewusst zu werden und öfter einmal loszulassen.

 

Versuche dir mehrmals am Tag deiner Körperhaltung bewusst zu werden – am besten in unterschiedlichen Umgebungen.

Zum Beispiel im Büro: Stell dir einen Alarm am Handy zur Erinnerung. Wenn dieser Alarm losgeht, achte ganz genau darauf, welche Körperhaltung du gerade einnimmst. Schiebst du deinen Kopf vielleicht ein wenig nach vorne? Machst du einen runden Rücken? Sitzt du gerade oder schief zu einer Seite?

 

Wenn du an einer Ampel stehst oder auf die Ubahn wartest, spüre deinen Körper: Stehst du aufrecht da oder schlaff? Verlagerst

du dein Gewicht auf eine Seite? Wo trägst du deine Handtasche?

 

Indem wir uns immer wieder kurz Zeit nehmen um auf unsere Haltung zu achten, werden uns Fehlhaltungen bewusst. Fehlhaltungen führen häufig zu Verspannungen und als Folge zu Verkürzungen, Verschleißerscheinungen und Schmerzen. Wenn dir auffällt, dass du gerade in ein ungesundes Haltungsmuster verfällst – korrigiere es! Richte dich auf, strecke deine Wirbelsäule, bewege dich ein wenig.

 

Durch diese Übung fällt dir vielleicht auch erst auf, dass dein Körper gerade ein wenig Bewegung brauchen könnte. Das muss nicht viel sein. Kleine Mobilisierungs- und Dehnungsübungen wirken meist Wunder. Ich ertappe mich selbst oft dabei, dass ich lange konzentriert am Computer sitze und erst wenn ich bewusst darauf achte, spüre ich die Verspannung die sich aufgebaut hat.

 

Beginne auch damit die Menschen in deiner Umgebung zu beobachten. Mein U-Bahn Unterhaltungsprogramm besteht darin, die Körperhaltung der Mitreisenden zu beobachten und mir zu überlegen, wo sie wohl Verspannungen und körperliche Probleme haben

könnten… 

 

Versuche auch hin und wieder, wenn du an einem Schaufenster vorbeigehst, dich von der Seite im Fenster zu betrachten. Oft sieht man

erst aus dieser Perspektive, dass man ein wenig bucklig geht. Korrigiere es. Richte dich wieder in eine stolze und aufrechte Haltung auf.

 

Aber eines nicht missverstehen: es geht nicht darum, dass du den ganzen Tag mit ganz geradem Rücken auf deinem Sessel sitzt

– die Abwechslung macht es. Es ist für unsere Wirbelsäule absolut ok, manchmal ein wenig entspannt zu sitzen. Problematisch wird es nur, wenn die zusammengesunkene Haltung zur Gewohnheit wird, denn dann sind wir körperlich nicht mehr in Balance.

 

Viel Spaß beim Entdecken deiner Körperhaltung – lass mich wissen, was dir dabei aufgefallen ist!

 

Alles Liebe

Angelika