Drei Worte die du ändern kannst um weniger unter Druck zu stehen...

 

 Die Kraft der Worte & dein innerer Dialog

 In diesem Beitrag geht es darum, wie du dich selbst durch deine Wortwahl unter Druck setzt.

 

 Wir schauen uns an, welche Worte du ändern könntest und wie du dadurch mehr Freiheit und Selbstbestimmung in deinem Leben bekommst.

 

Diesen Beitrag gibt es als Video, Audio und in schriftlicher Form.

Die Kraft der Worte

Hast du dir heute schon gedacht: "Jetzt muss ich aber aufpassen, sonst werde ich zu schön"?

Nein?

Dann vielleicht: "Wenn ich das jetzt nicht esse, dann werde ich vielleicht zu schlank"

auch nicht?

Na gut, dann in einem Meeting: "ich sage lieber nichts sonst glauben die anderen ich bin zu klug"?

Das hast du dir noch nie gedacht?

Aber du hast dir in der letzten Woche bestimmt bestimmt einmal gedacht "Also wenn ich die Torte noch esse, dann werde ich zu dick"

oder "Ich verstehe das nicht ich bin zu dumm dafür" oder "Dafür bin ich wirklich zu alt". 

Das Wort "zu"

Also irgendwie haben wir ja alle ein "zu" - nur ist es leider selten positiv besetzt. Wir sind zu müde, zu dick, zu dumm, zu unbeweglich, zu faul, zu schlampig,... aber nie zu schön, zu liebenswert, zu klug, zu schlank, zu sportlich, zu entspannt...

 

Ich habe mir in letzter Zeit oft gedacht "ich bin zu müde"  Aber "zu müde" wofür? Ich bin selten zu müde für ein gutes Buch oder für liebe Freunde aber ich bin oft zu müde für die Buchhaltung, die Administration oder zum Aufräumen. Für gewöhnlich sind wir "zu...." für etwas das wir gar nicht wollen.

 

Somit ist dies ein Wort, welches dich vielleicht mehr unter Druck setzt als nötig. Denn: in welchem Zusammenhang steht denn dein "zu"? Was ist der Referenzrahmen? Wenn ich zum Beispiel sage "ich bin zu dick", dann ist die Frage: "Wofür bin ich zu dick"?  Für das Leben ja wohl nicht. Aber wenn ich Größe 38 habe und ich kaufe mir eine Hose Größe 34, dann bin ich dafür tatsächlich zu dick. Aber dann kaufe ich eine andere Größe. Sobald wir einen Referenzrahmen haben können wir auch etwas ändern (wenn es überhaupt nötig ist...)

 

Abgesehen davon: wer definiert das "zu". Du selbst? Dein innerer Kritiker, für den ohnehin nie etwas gut genug ist? Die Gesellschaft?

Angenommen du würdest das "zu" weglassen. Dann wärst du müde statt "zu müde". Du wärst unbeweglich statt "zu unbeweglich" und damit kann man arbeiten. Sobald wir ein "zu" in unsere Bewertung aufnehmen, fühlen wir uns nicht gut genug und das verschafft nicht nur schlechte Laune sondern auch Druck.

 

Dieses "zu" sprechen wir aber auch oft in Hinblick auf Mengen aus. Wir haben oft "zu wenig". Zu wenig Zeit, zu wenig Geld, zu wenig Energie, zu wenig Platz... Zu wenig Zeit wofür? Meine Kunden sagen sehr oft zu mir: "Ich habe zu wenig Zeit" und wenn ich sie dann frage: "Wofür hast du zu wenig Zeit? Wofür brauchst du denn mehr Zeit?" Das wissen sie oft gar nicht.

Vielleicht denkst du dir ja auch manchmal: "Ich habe zu wenig Energie". Zu wenig Energie wofür? Wann hättest du genug Energie? Solange du keinen Referenzrahmen hast, lass das Wort "zu" weg und  du wirst gleich weniger Druck spüren.

Das Wort "Muss"

Hast du vielleicht in letzter Zeit mal gesagt "Ich muss noch schnell einkaufen"? Oder "Ich muss noch schnell was besorgen"

"Ich muss noch schnell auf die Post, ich muss noch schnell Wäsche waschen, ich muss - ich muss - ich muss.... ganz schön viel was wir jeden Tag müssen, oder? Was wäre denn wenn wir dieses "ich muss" gegen "ich will" eintauschen? "Ich muss noch schnell zum Sport" wird zu "Ich will zum Sport". "Ich muss noch Wäsche waschen" wird zu "Ich will noch Wäsche waschen". Jetzt denkst du dir vielleicht, "ja, aber ich will ja gar nicht Wäsche waschen!"  Aber du hättest gern saubere Kleidung, oder? Also: "Ich will Wäsche waschen damit ich saubere Kleidung habe. Ich will zum Sport damit es mir nachher gut geht". Und wenn du fünf Mal die Woche zum Sport musst aber nicht willst: dann

lass es sein und suche dir etwas anderes. Du musst nicht!

 

Worum es dabei geht: durch Änderung unseres inneren Dialoges mit dem Schwerpunkt "ich muss etwas" zu "ich will etwas" bekommen wir gefühlt mehr Freiheit. Wir stellen fest: Ich darf das selbst entscheiden. Es liegt ganz bei mir was ich mache und was nicht. Und selbst wenn es Dinge gibt, die du eigentlich nicht machen willst aber irgendwie trotzdem dazu verpflichtet bist, wie z.B. Steuern zahlen. Dann könntest du dir denken: Ich will Steuern zahlen weil es bedeutet, dass ich gut verdient habe. Oder: ich will Steuern zahlen um einen Beitrag zur Gemeinschaft zu leisten. Ganz egal was für dich funktioniert. Versuche immer einen Grund zu finden, Dinge die du tust auch zu wollen.  Wenn du dir zum Beispiel sagst "ich muss meine Kinder abholen", denk dir doch: "ich will meine Kinder  abholen, denn ich möchte, dass sie sicher nach Hause kommen". 

Das Wort "sollte"

Ich habe mir erst heute morgen gedacht: "ich sollte meine Fenster putzen". Nachdem es mir aufgefallen ist, habe ich es gleich korrigiert in: 

"ich könnte meine Fenster putzen" und plötzlich war es nicht mehr so dringend... 

 

Indem wir die Worte "ich sollte" in "ich könnte" umwandeln haben wir wieder mehr Wahlfreiheit und weniger Druck. 

Wir sollten ja so viel: gesund essen, uns mehr bewegen, immer voll Energie und gut gelaunt sein, alle Dinge rechtzeitig erledigen..... 

Aber wer sagt das? Sobald ich sage "ich könnte mich gesund ernähren" habe ich die Option es zu lassen wenn es gerade nicht passt.

Ruf dir immer wieder in Erinnerung: Es ist dein Leben und deine Entscheidung.

Das Wort "Schuld"

Vielleicht denkst du dir manchmal: "Selber schuld" oder du sagst zu deinem Partner: "du bist Schuld, dass es mir schlecht geht".  In der Welt gibt es keine Schuld. Es gibt nur Ursache und Wirkung. Denn Schuld ist ein Gefühl und keine Tatsache.

Stell dir vor, du denkst dir: "ich bin schuld, dass ich einen Job habe der mir keine Freude macht" dann mag das stimmen, aber versuch doch zu sagen: "ich bin die Ursache dafür, dass ich einen Job habe der mir keinen Spaß macht". Das heißt, du bist auch die Person, die es ändern kann. Vielleicht denkst du dir: "meine Erziehung hat Schuld daran, dass ich nicht nein sagen kann"...kann schon sein... aber "Meine

Erziehung ist die Ursache dafür, dass ich nicht nein sagen kann" heißt: du kannst es ändern!

entspannter Leben

Also zusammengefasst: Wenn du weniger Druck im täglichen Leben haben willst, ändere deine Wortwahl:

Das Wort "zu" kannst du ersatzlos streichen.

Statt "ich muss" sage "ich will".

Statt "ich sollte" sage "ich könnte" und

statt "Schuld" verwende das Wort "Ursache".

 

Musst du jetzt alles sofort ändern? Nein! Wir haben das schon besprochen: DU MUSST GAR NICHTS!

Aber vielleicht beobachtest du einmal die nächsten Tage, welche Worte du unbewusst verwendest. Höre einmal genau hin was du alles musst und solltest und wofür du dir oder anderen die Schuld gibst und frage dich dann "will ich das überhaupt"? Wenn die Antwort "nein" lautet: ändere es! Fange immer mit dem Einfachsten an! Mach es dir leicht. Denn: Das Leben ist im Grunde sehr leicht, wir machen es uns nur oft so unnötig schwer...

 

Ich wünsche dir viel Spaß dabei!

 

Alles Liebe & bis bald

Angelika

 

PS:  Dieser Blogbeitrag basiert auf einer Folge meiner Facebook Live Sendung "Entspannt Leben TV". In diesen kurzen Videos möchte ich dir jede Woche ein Thema näher bringen, mit dem du dich vielleicht selbst gerade unter Druck setzt. Ziel ist es, in wenigen Minuten die Kleinigkeiten anzuschauen, die dir vielleicht gerade das Leben schwer machen. Denn, es sind ja nicht die großen Dinge die uns unter Stress und Druck setzen, sondern die Ansammlung an Kleinigkeiten.  In diesen Videos erhältst du immer klare Tipps um leicht und schnell eine positive Veränderung herbeizuführen. Schau doch Mal auf meiner Facebook Seite vorbei oder sieh dir die Videos in der Aufzeichnung an.

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