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Gedankenkino - wie du das Drama, welches du dir selbst erschaffst, stoppst

 

 

Im heutigen Beitrag geht es um die Dramen, die wir uns selbst im Geiste kreieren.

Was diese mit Hollywood zu tun haben und wie du sie stoppst, erfährst du hier!

 

Wie immer zum Lesen und Hören.

Ich mag kalte und nebelige Sonntage, denn dann gebe ich mir offiziell die Erlaubnis auf dem Sofa zu bleiben und entweder zu lesen oder

exzessiv Serien zu schauen. Vor einiger Zeit habe ich mir eine ganze Staffel „Criminal Minds“ zu Gemüte geführt. "Nicht die richtige Unterhaltung für Yogalehrer," meinst du? Du glaubst Yogis schauen doch immer nur nette, friedvolle Dinge? Nun, vielleicht muss man hin und wieder das Gehirn abhärten… Aber eigentlich schaue ich Criminal Minds gar nicht so sehr wegen der Verbrechen, sondern vielmehr mag ich Serien, deren Protagonisten ein wenig „nerdy“ sind – also hochintelligent und nicht immer gesellschaftsfähig. Deshalb mag ich auch die Serie „Scorpions“, auch wenn sie vielleicht ein klitzekleines bisschen unrealistisch ist.

 

Aber ich schweife ab… Nachdem ich mir also stundenlang angesehen habe wie böse die Welt ist, habe ich gemerkt, dass ich ein wenig

paranoid werde. Ich habe mir dabei weniger um mich selbst Gedanken gemacht, als vielmehr um meine Mutter. Ich dachte mir: „Ich habe sie doch heute Vormittag angerufen und sie hat noch nicht zurückgerufen… Sie ist doch sonst immer so zuverlässig. Was ist, wenn ihr etwas passiert ist?“ Je länger ich drüber nachgedacht habe, desto wildere Geschichten hat sich mein Geist ausgedacht und desto sicherer war ich, dass etwas ganz schlimmes passiert sein muss. Bis ich schließlich kurz nach 22:00 Uhr zum Hörer gegriffen, meine Mutter angerufen und atemlos gefragt habe: „Ist bei dir alles in Ordnung?“. Die Antwort war ein verschlafenes „Ja, klar wieso denn nicht“?  - sie hatte einfach nur vergessen mich anzurufen. Nach einem kurzen Plausch hatte sich mein Blutdruck beruhigt und mein Kopfkino ist still geworden.

 

Nachdem ich erleichtert durchgeatmet habe und ein bisschen beschämt gelacht habe wurde ich nachdenklich.

Mein Geist hatte mich in eine intensive Stress-Situation gebracht – ohne jegliche Begründung. Meine Gedanken haben eine Situation erschaffen, die für mich plötzlich sehr real war mit allem was zu einer Angstsituation dazugehört: erhöhter Blutdruck, schneller Herzschlag, verstärktes Schwitzen, rasende Gedanken. Alles, bloß weil ich diese Serie geschaut habe?

Im Kino unserer Gedanken

Dabei ist mir bewusst geworden: Wir sitzen eigentlich immer im Kino unserer Gedanken. Gemütlich im bequemen Lehnsessel schauen wir auf die große Leinwand unseres Geistes, der uns die abenteuerlichsten Geschichten auftischt. Wie im Kino hinterfragen wir selten die Handlung. Wir fragen uns nicht: "Stimmt das überhaupt was ich mir gerade denke? Ist es überhaupt möglich? Wie groß ist die  Wahrscheinlichkeit, dass das stimmt?"

 

Stell dir vor, du sitzt in deinem Gedankenkino. Schön in der Mitte, im gemütliche Sessel, freie Sicht auf die Leinwand. Welcher Film läuft bei dir gerade? Ist es ein Krimi? Ein Drama? Ein Katastrophenfilm? Oder eine Komödie? Vielleicht sogar ein Liebesfilm? Glaubst du alles was du da vorne auf der Leinwand siehst? Welche Rolle spielst du in deinem Film?

 

Was wäre, wenn du diesen Film nicht alleine anschauen würdest? Wie würden deine Freunde diesen Film beurteilen? Pure Fiktion? Lächerlich was sich der Regisseur da ausgedacht hat? So etwas kann in der Realität doch nie passieren?

 

Stell dir vor du hättest jederzeit die Möglichkeit diesen Film abzudrehen oder den Kanal zu wechseln. Jedes Mal, wenn eine Szene auftaucht die dir Angst macht, hast du die Möglichkeit sie abzuschalten. Auf einen Comedy Kanal zu wechseln. Würdest du es tun? Oder würdest du dich im Kino stundenlang von unwahrscheinlichen Katastrophenszenarien berieseln lassen?

Vermutlich nicht.

Gedanken stoppen

Warum geben wir unseren Gedanken so viel Raum? Auch bei den Gedanken hast du jederzeit die Möglichkeit diesen zu beenden oder durch einen anderen zu ersetzen. Du hast die Macht. Du hast die Fernbedienung in der Hand. Und du bestimmst welcher Film in deinem Kopf läuft.

 

Wenn du also das nächste Mal in deinem Gedankenkino sitzt und du merkst, dass dir dieser Film nicht gut tut: ÄNDERE IHN. Schalte auf ein anderes Programm um. Sage: STOP zu deinen Gedanken und lenke sie gezielt auf etwas anderes. Je öfter du dies übst, desto schneller wird dir bewusst, wenn du dich wieder einmal in ein Katastrophenszenario verrennst, das so unwahrscheinlich ist, dass nicht einmal Hollywood einen Film daraus machen würde.

 

Nun bin ich neugierig... Erschaffst du dir manchmal eigene Horrorszenarien? Worum geht es dabei? Was hilft dir auszusteigen? Lass es mich in den Kommentaren wissen oder schreibe mir eine email an a.ployer@yogicmind.at.

 

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Bis zum nächsten Mal!

Alles Liebe & Namasté

Angelika

Karma Queen in spe

 

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