· 

Yogi by day, killer oder crime fighter by night?

 

Während meines BWL Studiums und auch später durch meine Selbständigkeit, habe ich gelernt Business Pläne im Schlaf zu erstellen. Dabei mag ich es, in Details zu gehen, Prognosen zu erstellen, mir über den Break Even Gedanken zu machen und auch noch eine schöne Geschichte zu meiner Geschäftsidee zu erzählen. Ich fürchte, damit habe ich vor 8 Jahren, als ich im Rahmen des AMS Gründerprogrammes mein mehrseitiges Werk eingereicht habe, die zuständige Betreuerin ein wenig überfordert. „Hmmm, ja – das schaut ja sehr gut und umfassend aus“ meinte sie, nachdem sie die geschätzten 20 Seiten einmal durchgeblättert hat und mir die Zusage zur Aufnahme ins Programm erteilte.


 

Als ich dann beim ersten Treffen der zukünftigen Gründer war, erkannte ich, dass ich vielleicht ein klitzekleines bisschen übertrieben hatte. Da saß ich nun mit den zukünftigen Dönerbuden Betreibern, Life Coaches und Nageldesignerinnen, die meinten sie hätten alle nur ein Blatt abgegeben. Ookayyyy. Wirklich gerne hätte ich den Business Plan eines Teilnehmers gelesen, der sich als „Computer Flüsterer“ selbständig machen wollte. Sein Konzept: Wenn der Computer nicht funktioniert, dann stimmt die Energie zwischen Nutzer und Gerät nicht… Mehr wollte er nicht erzählen, damit ihm niemand die Idee stiehlt. Schade, das hätte sich sicher gut mit meinem Yoga Business verbinden lassen.

 

Aber zurück zum Thema Business Plan: Als ich heute in der Bibliothek das Buch „Businessplan: Mord“ von Monika Mansour gesehen habe, musste ich es sofort mitnehmen. Ich lese unheimlich gerne gut geschriebene Krimis und Thriller, aber habe mich selbst nie als Autorin dieses Genres gesehen. Irgendwie fehlt mir die Mordlust und der Blutdurst. Aber als ich dann die Geschichte der Autorin las, dachte ich: „Die ist ja wie ich!“. Eher still, wird nie wütend, tritt gerne vor Menschen auf – hält sich in Gruppen aber zurück, macht lange Spaziergänge um sich Geschichten auszudenken, liest tonnenweise Bücher und ist am liebsten allein… Steckt in mir doch eine Thrillerautorin?

 

Ist die Tatsache, dass ich kaum wütend werde vielleicht eine Warnung, dass es irgendwann einmal mit voller Wucht aus mir herausbricht und ich Amok laufe? Sollte ich meine Wut lieber mit Stift und Papier (bzw. PC und Drucker) ausleben um mir später das Gefängnis zu ersparen?

 

Angenommen, die Hauptfigur wäre eine liebenswerte, vielleicht etwas schrullige Yogalehrerin, die irgendwann durchdreht.

Wie würde sie ihre Morde begehen?

 

  • Würde sie sich perfide und komplizierte Balanceübungen ausdenken, bei denen sich die Schüler zwangsweise das Genick brechen und es als Unfall tarnen?
  • Würde sie das Opfer im YogiTee ertränken?
  • Oder würde sie die Schüler so lange mit Räucherstäbchen betäuben und mit indischer Mantrenmusik beschallen, bis sie ihr komplett hörig werden und ihnen dann einen Mord befehlen?

Hmmm - bin unschlüssig. Vielleicht ist sie doch eher die Heldin?

Also Yogi by day und crime fighter by night. Die Cat Women des Yoga. Superyogini. Oder doch die Guröse der Gerechtigkeit?  Mit Hilfe ihres 3. Auges würde sie sofort jeden Bösewicht erkennen und mit Liebe und Mitgefühl zurück auf den rechten Weg bringen. Gääääähhhhn. Das finde sogar ich langweilig.

 

Na gut, dann muss ich mir jetzt noch ein paar gewiefte Yoga-Mordmöglichkeiten überlegen…

Was meinst du? Hast du eine Idee?

Kommentar schreiben

Kommentare: 0