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Zwei Wege der Veränderung

Dies ist Teil 2 der Serie "Gewohnheiten ändern". 

 

Heute beschäftigen wir uns mit deinem Warum und der Richtung in die deine Veränderung gehen soll. Du erhältst einen Einblick in die yogische Denkweise und ein paar ungewöhnliche Ansätze um über deinen Wunsch zur Veränderung nachzudenken.

 

Wie immer mit vielen Fragen.... und auch zum Hören.

Wenn du den ersten Teil verpasst hast, findest du hier den Beitrag "Welche Gewohnheiten bestimmen deinen Alltag?"

In dieser Serie beschäftigen wir uns mit Gewohnheiten – welche uns gut tun, welche nicht. Welche wir gerne verändern möchten und vor allem wie. Im letzten Beitrag haben wir uns damit beschäftigt herauszufinden, welche Gewohnheiten du im Moment schon hast. Wir haben über „Wenn-Dann-Schleifen", Gefühle und vieles mehr gesprochen.

 

Hast du dir alle Gewohnheiten die dich durch den Tag begleiten aufgeschrieben?

Weißt du, welches Gefühl du dir damit holst und was du ändern möchtest?

 

Falls du jetzt nicht weißt wovon ich spreche – dann schau dir den Beitrag „Welche Gewohnheiten bestimmen deinen Alltag“ an. 


Schritt für Schritt zur Veränderung

Heute geht es darum, dass du dir EINE Sache aussuchst, die du ändern möchtest. Ich sage bewusst EINE Sache, denn wir wollen immer gleich die ganze Welt auf den Kopf stellen: uns gesund ernähren, mehr Sport, Ordnung in der Wohnung – was immer für dich zusammen gehört.

 

Ich spreche da übrigens aus Erfahrung. Immer wieder ertappe ich mich dabei, dass ich, wenn ich Veränderung möchte, nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“  handle. Das ist aus vielen Gründen problematisch: es kostet unheimlich viel Energie und Zeit, es wirft mich komplett aus der Bahn und es ist in diesem Umfang gar nicht nötig – aber dazu folgt ein eigener Beitrag.

Wir sehen oft nur die großen Dinge: Job, Beziehung, Gewicht, Geld - anstatt die kleinen Schritte zu sehen, die uns dahin bringen wo wir sein wollen.

 

Eines meiner Lieblingssprichwörter lautet:

Wir überschätzen, was wir an einem Tag erreichen können

und wir unterschätzen, was wir in einem Jahr verändern werden.

 

Kommt dir das bekannt vor? Gehörst du auch zu den Menschen die eine lange To Do Liste haben, die in Wirklichkeit für einen Monat reicht? Hast du das Gefühl am Ende des Tages nichts geschafft zu haben obwohl du den ganzen Tag gearbeitet hast? Dann wird es Zeit, kleinere Schritte zu machen die du langfristig durchhältst. Wie das geht, erfährst du in dieser Blog-Reihe.

 

Zunächst ist es wichtig zu wissen: Was will ich erreichen? Was will ich verändern? 

Richtungen der Veränderung

Bei Veränderungen gibt es zwei Richtungen: 

  1. "weg von"
  2. "hin zu"

 

Bei der ersten Richtung willst du weniger von etwas. Also, z.B. weniger Kilos. – weg von Übergewicht.

Bei der anderen Richtung willst du mehr von etwas. Also z.B. mehr Geld – hin zu Reichtum.

 

Zu welcher Richtung fühlst du dich automatisch hingezogen? Betrachte deine Vergangenheit – welche Richtung dominiert?

Nun kommt das yogische Denken ins Spiel: Es geht hierbei um die Frage ob du eine Veränderung aufgrund von Fülle oder Mangel haben willst.

 

Ein Beispiel: Du kannst sagen: "ich möchte einen Partner, weil ich so einsam bin". Oder du sagst: "ich möchte einen Partner, weil ich so viel Liebe zu geben habe". Siehst du den Unterschied? Einmal ist es Mangel, einmal Fülle. Du kannst dir denken: "ich möchte einen neuen Job, weil ich mich im alten langweile". Oder du denkst: "ich möchte einen neuen Job, weil ich mein Potential voll entfalten möchte".

 

Es ist eine kleine Veränderung im Denken, die Großes bewirken kann. Sobald wir aufhören zu sehen was uns fehlt und hinschauen, was wir zu geben haben, fällt die Veränderung leichter. Ein "hin zu" Ziel ist motivierender als ein "weg von" Ziel.  "Weg von Kilos" ist weniger motivierend als "hin zu mehr Energie und Lebensfreude".

 

Die erste Aufgabe für dich ist heute: Schreibe dir alles auf was du ändern möchtest. Vielleicht ist es nur eine Sache, vielleicht mehrere. Dann überlege: ist es ein "hin zu" oder ein "weg von" Ziel? Ist die Basis für Veränderung Fülle oder Mangel? Könntest du es umformulieren? Suche dir dann eine Sache aus, die du ändern möchtest. 

dein Wahrer Grund für den Wunsch nach Veränderung

Die zweite Aufgabe ist es, herauszufinden warum du diese Sache wirklich ändern willst. Für wen möchtest du die Änderung? Möchtest du mehr Geld verdienen, um deiner Familie mehr bieten zu können? Willst du einen neuen Job um einen höheren Status zu haben? Willst du abnehmen um dich schöner zu fühlen oder um geliebt zu werden?

 

Viele unserer Ziele werden von außen bestimmt. Wir glauben auf eine gewissen Weise aussehen und sein zu müssen um von anderen akzeptiert zu werden. Jetzt sagst du vielleicht: "Nein – ich nicht! Ich weiß, dass ich die Dinge für mich machen muss!"  Ganz ehrlich?

 

Nehmen wir das klassische Beispiel Gewicht und Körper. Angenommen niemand könnte sehen – wie wichtig wäre deine Figur für dich? Wenn niemand sehen könnte, würdest du dich eher zum muskulösen, harten, durchtrainierten Körper hingezogen fühlen oder zu einem weichen, gemütlichen? Was wäre, wenn NUR DU nicht sehen könntest? Was würde sich ändern, wenn du die oder der einzige wärst der sehen kann? Wenn wir den visuellen Aspekt aus unserer Welt entfernen würden, wären unsere Prioritäten anders. Du würdest vermutlich immer noch gerne einen schlanken und gesunden Körper haben wollen – Betonung auf „GESUND“. Das heißt, statt dich auf die Waage zu stellen und im Spiegel zu betrachten würdest du nach dem Gefühl gehen, wie es dir geht.

 

Ein weiteres Beispiel wäre mehr Geld. Für wen brauchst du mehr Geld und einen besseren Job? In Zeiten des Online Business, wenn angeblich jeder locker 6stellige Monatsumsätze von zu Hause aus verdienen kann, entsteht die Vorstellung, dass es ja so einfach ist wohlhabend zu sein. Auch im Angestelltenverhältnis höre ich von Freunden immer wieder, der Job macht mir keinen Spaß mehr aber so viel wie hier verdiene ich sonst nirgends. Ich selbst bin aus diesem Grund viel zu lange in meinem alten Job geblieben. Die Vorstellung, plötzlich weniger Geld zu haben, hat mir große Angst gemacht. „Kann ich mir dann mein Leben leisten“, war immer die große Frage. Und ich kann dir sagen: Ja, ich kann. Ich gehe nicht mehr täglich auswärts essen, aber wenn doch, dann genieße ich es von ganzem Herzen. Nun möchte ich wirklich niemand dazu ermutigen, den Job zu kündigen um sein Herzensbusiness online zu verwirklichen (ich kann das ehrlich gesagt nicht mehr hören), aber wenn das Gehalt das einzige ist, dass dich in deinem Job hält, gilt es Alternativen zu finden und dich zu fragen: wieviel Geld brauche ich tatsächlich um mein Leben so zu leben, dass ich glücklich bin? Spoiler Alert – es ist für gewöhnlich viel weniger als du denkst. 

Fragen an dich

Frage dich:

  • Warum will ich diese Sache ändern?
  • Für wen will ich diese Sache ändern? Für mich – oder für andere?
  • Will ich sie ändern, weil ich glaube es muss so sein, oder weil ich es wirklich für mich will?
  • Ist es der einzige Weg?
  • Was ist wirklich mein Ziel?
  • Was würde mein Leben bereichern?
  • Möchte ich von etwas weg, oder zu etwas hin?

 

Das waren wie immer eine Menge an Fragen…. ich bin gespannt auf deine Erkenntnisse! Im nächsten Teil der Serie erzähle ich dir, wie du durchhältst um deine Gewohnheit zu verändern und dein Ziel zu erreichen! Wenn du den Beitrag nicht verpassen möchtest, trage dich hier unverbindlich in meinen Newsletter ein.

 

Seit kurzem gibt es von mir auch einen YouTube Channel „Von Drama zu Karma“ – ich würde mich freuen, wenn du diesen abonnierst.

Alles Liebe & Namaste,

Angelika

(Karma Queen in spe)

 

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