Wie du Veränderung in dein Leben holst

 

Im heutigen Beitrag erzähle ich dir von meiner Identitätskrise als Yogalehrer, welche neuen Impulse mich wieder auf den Weg zurück gebracht haben und welche Aspekte Yoga eigentlich ausmachen.

 

Wenn du wissen willst, wie du abseits der Matte Veränderung in dein Leben holen kannst, bist du hier richtig!

 

Diesen Beitrag gibt es wie immer zum Lesen und Hören!

 

 

IDentitätskrise

Im heutigen Beitrag möchte ich ein Mal mit dir über Yoga reden. Ich muss zugeben, ich hatte Ende letzten Jahres eine kleine  Identitätskrise als Yogalehrer. Irgendwie hatte ich das Gefühl, Yoga ist schon überall und jeder macht Yoga und es ist für alles gut – und ganz ehrlich - ich konnte es nicht mehr hören….  Geht es dir manchmal auch so? Obwohl ich es natürlich wunderbar finde, dass immer mehr Menschen Yoga für sich entdecken, hatte ich irgendwie das Gefühl Yoga wird inflationär. Es wird den Leuten erzählt, es reicht eine Yogastunde zu besuchen und alles ist gut, alles sind entspannt und alle sind glücklich. Das ist leider nicht wahr.

 

Wann immer ich mich als Yogalehrer vorgestellt habe, war die Antwort: "ohh das hat mir der Arzt auch empfohlen, aber ich bin so unbeweglich..."  Und ich hab mir nur gedacht "Aber darum geht es ja gar nicht bei Yoga"!"

 

Also habe ich angefangen zu überlegen, wie ich ohne Yogastunden meine Inhalte unter die Leute bringen kann und was ich in meinem Beruf in den Mittelpunkt stellen könnte.

Antworten

Und wie immer wenn man zweifelt, wird man offener für neue Impulse. Plötzlich sieht man Wege und Antworten die in eine neue Richtung führen (wenn man genau hinhört...). Meine Antworten sind aus verschiedenen Richtungen gekommen:

Zum einen hat Sadhguru (ein indischer Mystiker) in einem YouTube Video betont, dass Yoga nicht dafür da ist beweglicher zu werden, gesünder oder glücklicher. Denn dafür sorgt das Leben, wenn man gut mit sich umgeht, ganz von allein. Yoga ist seiner Meinung nach vielmehr dazu da, sich selbst besser kennen zu lernen. "Ja, genau" - dachte ich.

 

Die zweite Richtung aus der der Anstoß kam waren meine Schüler. Viele von ihnen kommen schon mehrere Jahre zu mir und ein paar davon haben mir (ohne Anregung von mir und unabhängig voneinander) geschrieben, wann es denn endlich wieder einen Kurs gibt. Sie vermissen Yoga und sie brauchen es. Da hab ich mich erstmal riesig gefreut und dann überlegt, dass es vielleicht meine Aufgabe ist, als Yogalehrer noch mehr zu zeigen, dass es eben nicht nur die Übungseinheiten auf der Matte ist die uns ein zufriedeneres und gesünderes Leben beschert, sondern dass Yoga so viel mehr zu bieten hat.

 

Und jetzt: Stelle ich mich wieder stolz als Yogalehrer vor ;)

 

Ich möchte heute in diesem Beitrag kurze Anregungen geben, worum es bei Yoga wirklich geht und wie du es für dich nützen kannst.

Yoga ist Veränderung

Laut dem Yogameister Desikachar hat Yoga 2 Aspekte:

1. Veränderung

Durch Yoga können wir etwas erreichen, das vorher unerreichbar war. Und das kann alles sein. Natürlich kann es bedeuten, dass du plötzlich, wenn du dich vorbeugst mit den Händen den Boden berühren kannst, weil du körperlich beweglicher bist. Aber es kann auch bedeuten, dass du plötzlich freundlicher mit dir selbst umgehst, weil du dich mit Gewaltfreiheit (= Ahimsa) auseinandersetzt. Es kann bedeuten, dass du auf besseres Essen achtest, weil du dir selbst etwas Gutes tun willst. Oder du beginnst einen neuen Job, eine neue Leidenschaft. Vielleicht spürst du aber auch zum ersten Mal die Schönheit der Stille im Geist, wenn du dich nur auf den Atem konzentrierst.

JEDE VERÄNDERUNG IST YOGA

Yoga bedeutet Handeln

Der 2. Aspekt lautet: Handeln. Yoga bedeutet also, du musst handeln! Und zwar so, dass deine ganze Aufmerksamkeit in dieser einen Handlung liegt. Dass du ganz in der Gegenwart bist. Das heißt: wenn du kochst, bist du ganz bei den Zutaten, beim Schneiden, Umrühren.... Wenn du spazieren gehst, spürst du den Boden unter deinen Füßen. Wenn du dich mit jemanden unterhältst schenkst du ihm deine ganze Aufmerksamkeit.

Ich beobachte oft, dass meine Schüler während der sitzenden Vorbeuge beginnen, Fussel von den Hosenbeinen zu entfernen… hmmmm ich fürchte da sind sie nicht mit aller Aufmerksamkeit bei der Übung 😉

Die Mittel zur Veränderung

Im Yoga geht es also nicht primär um die Übungen sondern vielmehr um die Mittel mit denen wir Veränderung in unser Leben holen können. Und diese Mittel sind unglaublich vielfältig!

So kannst du zum Beispiel damit beginnen dich mit deinem Atem zu beschäftigen.  Pranayama ist die Lehre des Atems im Yoga. Indem du deinen Atem beruhigst, steuerst und kontrollierst beeinflusst du auch deinen Geist und dies führt zu Veränderung. Du kannst das leicht ausprobieren: Atme einmal ganz tief und ruhig und versuche dich dann aufzuregen. Geht nur schwer oder? Beziehungsweise wird sich dein Atemrhythmus verändern. Du kannst also über deinen Atem direkt Veränderung hervorrufen.

Oder du beschäftigst dich mit der Yogaphilosophie. Integrierst Gewaltlosigkeit, Nicht-Anhäufen von Dingen und Zufriedenheit in dein Leben – dadurch praktizierst du Yoga und das führt zu Veränderung.

Oder du beginnst zu meditieren. Erkennst wie schön es ist, wenn dein Geist zur Ruhe kommt und Stille einkehrt. Das Ergebnis: ein neues Gefühl und dadurch Veränderung.

Oder letztendlich: du besuchst tatsächlich eine Yogastunde und spürst dich und einen Körper mehr – Veränderung.

Egal wo du beginnst, was du machst – wenn Veränderung dein Wunsch ist, dann ist Yoga ein wunderbares Mittel dafür!

 

Also noch Mal zusammengefasst:

  1. Jede Veränderung ist Yoga
  2. Achtsames Handeln ist die Voraussetzung für Veränderung
  3. Du hast viele verschiedene Mittel um diese Veränderung in dein Leben zu holen: den Atem, deinen Geist oder deinen Körper – was immer jetzt gerade für dich passt!

 

Falls du jetzt Lust hast mehr Veränderung in dein Leben zu holen: Ich habe gerade eine Facebookgruppe gegründet: Von Drama zu Karma – die Gruppe für ein entspanntes Leben. Hier geht es darum den Schritt aus der Komfortzone zu machen. Es entsteht eine Gemeinschaft mit dem Ziel, sich gegenseitig zu inspirieren, motivieren und zu unterstützen auf dem Weg zum entspannten Leben. Schau doch vorbei – ich freue mich auf dich. Hier geht´s zur Gruppe.

 

Alles Liebe & Namasté

Angelika

Karma Queen in spe